"Statt
mit Mafia-Methoden zu versuchen, von einem völlig verarmten Land
weitere Sozialkürzungen zu erpressen, muss Kanzlerin Merkel einen
Schuldenschnitt durchsetzen und Griechenland wirtschaftlich wieder
auf die Beine helfen", kommentiert Sahra Wagenknecht das Treffen
im Bundeskanzleramt, bei dem Spitzenvertreter der EU, des IWF und der
EZB sich auf ein „allerletztes Angebot der Geldgeber“ verständigt
haben. Die Erste Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE
weiter:
"Warum
sollte die griechische Bevölkerung weiter bluten, nur damit Kredite
ausgezahlt werden, mit denen alte Kredite abgelöst werden? Dieser
unwürdige Kreislauf muss durchbrochen werden, auch wenn Merkel damit
eingestehen muss, dass sie zig Milliarden Steuergelder in den Sand
gesetzt hat. Um den Schaden für die Steuerzahler zu begrenzen,
sollten europäische Spitzentreffen dazu genutzt werden, um über
eine europaweite Vermögensabgabe zu verhandeln.
Die
Kanzlerin und die Schreibtischtäter in den Institutionen haben in
Griechenland bereits genug Elend angerichtet, indem sie Zahlen zur
griechischen Schuldentragfähigkeit gefälscht und dem Land völlig
übertriebene Rückzahlungsziele diktiert haben, die nicht einmal
durch eine gnadenlose Kürzungspolitik hätten erreicht werden
können. Nach ihren eigenen Regeln hätten die Institutionen schon
2010 auf einem Schuldenschnitt für Griechenland bestehen müssen.
Dann wären die Banken für ihre unverantwortliche Politik bestraft
worden, die Steuerzahler wären verschont geblieben und den
Griechinnen und Griechen hätte man viel Leid erspart."
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